Bauleitplanänderung für Umfahrung Wolkenstein eingeleitet
Der Trassenverlauf der Umfahrungsstraße von Wolkenstein in Gröden wird an den vertieften Planungsstand angepasst - Planerische Voraussetzung für die nächsten Projektphasen
BOZEN/WOLKENSTEIN (LPA). Das Projekt für die Umfahrung von Wolkenstein geht einen weiteren Schritt voran. Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Umwelt-, Natur-, Klimaschutz- und Raumentwicklungslandesrat Peter Brunner das Verfahren zur Abänderung des Bauleitplans von Amts wegen eingeleitet. Damit soll der Bauleitplan an den inzwischen vertieften Planungsstand des unter Federführung von Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider weiterentwickelten Infrastrukturprojekts angepasst werden.
Konkret soll der Knoten "West" um rund 115 Meter nach Westen verschoben werden. Beim Knoten "Mitte" ist anstelle einer T-Kreuzung nun ein Kreisverkehr vorgesehen; auch dieser Anschluss soll um rund 25 Meter nach Westen verlegt werden. „Damit fügt sich die Trasse besser in das Landschaftsbild ein, zudem wird die Anbindung der Umfahrungsstraße an das bestehende Straßennetz verbessert“, unterstreicht Landesrat Peter Brunner.
Landesrat Daniel Alfreider ergänzt: „Wir bringen das Projekt Schritt für Schritt weiter. Die Planung ist inzwischen wesentlich konkreter und schafft eine solide Grundlage für die nächsten Entscheidungen.“ Ziel sei es, das Ortszentrum vom Durchgangsverkehr zu entlasten und gleichzeitig Verkehrssicherheit, Erreichbarkeit und Lebensqualität in Wolkenstein zu erhöhen.
Bereits im März 2026 hatte die Landesregierung die technischen Eigenschaften für die Umfahrung Wolkenstein festgelegt. „Für ein Projekt dieser Größenordnung wird eine Kofinanzierung durch den Staat notwendig sein. Jetzt gilt es in Rom aktiv zu werden und die Voraussetzungen zu schaffen, um diese Infrastruktur überhaupt zu finanzieren“, sagt Alfreider.
Die geplante Umfahrung führt von La Poza bis Plan und umfasst die beiden Tunnel „La Selva“ und „Ciampinoi“, drei Brücken sowie die entsprechenden Straßenanschlüsse. Insgesamt entsteht eine rund 2,8 Kilometer lange Umfahrung. Zudem wurde die Lage der beiden Tunnel und die dazugehörigen Fluchtwege an die aktuellen Sicherheitsvorgaben sowie an die Ergebnisse der geologischen und seismischen Untersuchungen angepasst.
„Mit dem nun eingeleiteten Verfahren schaffen wir die raumplanerischen Voraussetzungen, damit die aktualisierte Trasse berücksichtigt werden kann“, schließt Brunner. Die Unterlagen zur Änderung des Bauleitplans werden nach dem Beschluss für 30 aufeinanderfolgende Tage öffentlich aufgelegt.
red/mpi