Bildungsdialog: Bildung zukunftsorientiert weiterentwickeln

18.09.2026, 16:54

Impulsplan gibt Richtung vor, um Rahmenbedingungen im Bildungsbereich zu verbessern – Über 700 Teilnehmende bei Veranstaltung in Messe Bozen dabei

Rund 600 Menschen nahmen an der Bildungsdialog-Veranstaltung in der Messe Bozen teil; zudem konnte man sich 
über Livestream zuschalten. (Foto: LPA/Andreas Senoner)
Rund 600 Menschen nahmen an der Bildungsdialog-Veranstaltung in der Messe Bozen teil; zudem konnte man sich über Livestream zuschalten. (Foto: LPA/Andreas Senoner)

BOZEN (LPA). Über 700 Frauen und Männer haben am 18. September in der Messe Bozen oder über Livestreaming am Bildungsdialog teilgenommen. Die Veranstaltung ist ein Schritt im Prozess, mit dem seit Herbst 2025 gemeinsam an Verbesserungen der Rahmenbedingungen im Bildungsbereich gearbeitet wurde. Ziel des Bildungsdialogs ist es, nicht von außen über Bildung zu sprechen, sondern jene einzubeziehen, die sie täglich gestalten, um ihre Erfahrungen, Kritik und Vorschläge in Kindergarten und Schule systematisch aufzunehmen. Der daraus entstandene Impulsplan bündelt die wichtigsten Ergebnisse, Handlungsempfehlungen und ersten Maßnahmen. Dieser wurde am 18. September ebenso vorgestellt wie Inputs von außen für eine gute Weiterentwicklung der Bildung in Südtirol gesammelt wurden.

Für Landeshauptmann Arno Kompatscher ist Bildung der Schlüssel zum Erfolg: "Wenn wir Teilhabe ermöglichen wollen müssen wir Bildungsgerechtigkeit herstellen, denn das ist Chancengerechtigkeit". In einer komplexer werdenden Welt müssen Kompetenzen vermittelt werden, um als Mensch den eigenen Weg gehen zu können, hielt der Landeshauptmann fest. Beim Bildungsdialog gehe es darum, den Dialog zu führen, wertschätzend miteinander zu reden und aktiv zuzuhören, um gemeinsam nötige Änderungen auf den Weg zu bringen, "damit wir es besser machen können." Bildungslandesrat Philipp Achammer hob ebenfalls hervor, dass es vor allem darum gehe im Dialog zu bleiben: "Uns allen liegt am Herzen, dass es gut weitergeht. Und dafür müssen wir miteinander reden und uns gegenseitig ernst nehmen. Denn nur so können wir Bildung weiterentwickeln." Man würde die gesammelten Inputs sehr ernst nehmen: "Wir lassen uns daran messen, wie wir die Punkte des Impulsplanes umsetzen. Wir müssen für die Bildung in diesen Zeiten zusammenrücken, es braucht einen konstruktiven Schulterschluss. Denn wir kämpfen für eine faire Chance für alle Kinder in unserem Land."

Der Impulsplan 2026 bündelt die Ergebnisse der Ende 2025 durchgeführten Impulsbefragung. Eine Arbeitsgruppe hat die 1383 eingegangenen Umfrageergebnisse in einem Maßnahmenkatalog gebündelt, mit kurz-, mittel- und langfristigen Handlungsempfehlungen. Diese wurden im Frühjahr 2026 in den sieben Bezirken diskutiert. Als wichtigste Themen wurden mehr Personalressourcen, weniger Bürokratie, einheitliche digitale Systeme, stärkere Sprachförderung sowie mehr Unterstützung bei Inklusion und Integration ausgemacht. Für Lehrpersonen und Kindergartenpersonal liegt der Fokus auf der Entlastung im Arbeitsalltag: Verwaltungsaufwand und Dokumentationspflichten sollen reduziert, digitale Abläufe vereinfacht und zusätzliche Personalressourcen bereitgestellt werden. Gleichzeitig werden mehr pädagogische Gestaltungsfreiheit sowie eine angemessene und faire Entlohnung angestrebt. Der zentrale Gedanke des Impulsplans lautet: Das Bildungspersonal soll wieder mehr Zeit für seine Kernaufgaben haben, während Kinder und Jugendliche von besseren Lern- und Förderbedingungen profitieren. Erste Maßnahmen befinden sich bereits in Umsetzung.

ck