Neue Umfahrung Kastelbell und Galsaun eröffnet

06.06.2026, 17:19

Am Dienstag wird die neue Infrastruktur für den Verkehr freigegeben - Mehr Sicherheit sowie Lebensqualität in den Dörfern zu erwarten - Feierliche Eröffnung am 6. Juni

Beim Durchschneiden des Bandes (von links nach rechts): der Bürgermeister von Kastelbell-Tschars, Gustav Tappeiner, Ingenieur Mario Parolini vom Bauunternehmen PAC, Landesrat Daniel Alfreider, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Altlandeshauptmann Luis Durnwalder; hinter ihm der Direktor des Amtes für Straßenbau-West, Johannes Strimmer, Geometerin Veronica Cavada vom Amt für Straßenbau-West, der stellvertretende Direktor des Amtes für Straßenbau-West Augustin Hueber sowie der ehemalige Landesrat für Mobilität Florian Mussner. (Foto: LPA/Bruno Benedetto)
Beim Durchschneiden des Bandes (von links nach rechts): der Bürgermeister von Kastelbell-Tschars, Gustav Tappeiner, Ingenieur Mario Parolini vom Bauunternehmen PAC, Landesrat Daniel Alfreider, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Altlandeshauptmann Luis Durnwalder; hinter ihm der Direktor des Amtes für Straßenbau-West, Johannes Strimmer, Geometerin Veronica Cavada vom Amt für Straßenbau-West, der stellvertretende Direktor des Amtes für Straßenbau-West Augustin Hueber sowie der ehemalige Landesrat für Mobilität Florian Mussner. (Foto: LPA/Bruno Benedetto)

KASTELBELL/GALSAUN (LPA). Am Samstagnachmittag, 6. Juni, fand die Eröffnungsfeier für die neue Umfahrung von Kastelbell und Galsaun an der Vinschger Staatsstraße (SS 38) statt. Nach der Freigabe für den Verkehr, die am Dienstag erfolgen wird, soll die neue Umfahrung Sicherheit und Lebensqualität für die Bevölkerung der beiden Ortschaften sowie für die Mobilität im Vinschgau bringen.

"Die neue Umfahrung von Kastelbell ist eine wichtige Investition für die zukünftige  Entwicklung der Gemeinde und den gesamten Vinschgau. Gleichzeitig sind der Ausbau und die Potenzierung der öffentlichen Verkehrsmittel, vor allem der Bahn, auch überregional, ein weiterer wichtiger Baustein für die nachhaltige Entwicklung unseres Landes", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher im Zuge der Eröffnungsfeier. 

„Endlich ist dieser Termin Realität geworden", freute sich auch Daniel Alfreider, der Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität. "Für Kastelbell, Galsaun, den gesamten Vinschgau und Südtirol ist dies ein wichtiger Schritt: weniger Durchzugsverkehr in den Ortszentren, mehr Sicherheit für die Menschen entlang der Straße und flüssigerer Verkehr für alle. Dieses Bauwerk bringt eine konkrete Entlastung für die Bevölkerung", fuhr Alfreider fort. Die Freigabe der Umfahrung für den Verkehr erfolge am Dienstag.

„Mit der Eröffnung der Umfahrung Kastelbell-Galsaun beginnt für unsere Gemeinde eine neue Ära. Durch die Verkehrsentlastung gewinnen unsere Bürgerinnen und Bürger, Familien, Kinder und ältere Menschen ein Stück Ruhe, Sicherheit und Freiräume zurück“, zeigte sich Gustav Tappeiner, der Bürgermeister der Gemeinde Kastelbell-Tschars, zufrieden. Die Umfahrung erhöhe die Lebensqualität in den Orten, stärke den Wirtschaftsstandort, erleichtere den täglichen innerörtlichen Verkehr und mache die Gemeinde besser erreichbar, ergänzte Tappeiner.

Technische Merkmale des Bauwerks

Die neue Infrastruktur hat eine Gesamtlänge von 3,36 Kilometern und umfasst einen Tunnel mit einer Länge von 2498 Metern. Nach dem Leiferer Tunnel ist dies der zweitlängste Tunnel des Straßennetzes in Südtirol.

Das Projekt umfasst außerdem vier Fluchtstollen, vier Pannenbuchten sowie zwei neue Anschlüsse an die bestehende Staatsstraße. Der östliche Anschluss ist als Kreisverkehr im Gewerbegebiet von Galsaun ausgeführt, während der westliche Anschluss als T-Kreuzung rund 450 Meter westlich von Schloss Kastelbell realisiert wurde.

„Das Ziel war klar: den Verkehr aus den Dörfern herauszunehmen und die Lebensqualität zu verbessern, ohne den Blick für das Gebiet zu verlieren“, betonte Alfreider. „Die Trasse wurde so gewählt, dass die Auswirkungen auf Landschaft und Kulturen möglichst gering bleiben. Eine Infrastruktur dieser Größenordnung muss gut funktionieren, sich aber auch verantwortungsvoll in ihr Umfeld einfügen.“

Große Aufmerksamkeit sei der Sicherheit gewidmet worden, wie das Ressort für Infrastruktur und Mobilität hervorhebt. Die Fluchtstollen, ursprünglich für die Evakuierung vorgesehen, seien so angepasst worden, dass sie auch von kleinen Einsatzfahrzeugen befahren werden können. Der Tunnel ist mit einem modernen Lüftungssystem ausgestattet und im Bereich der Tunnelportale wurden zudem Schutzmaßnahmen gegen geologische Risiken umgesetzt.

Die Gesamtkosten der Umfahrung belaufen sich auf 130,8 Millionen Euro.

red/gm/pir